Die Aufregung

Ein Auto nach Australien zu verschiffen ist nervenaufreibend!

Was da alles beachtet werden muss. Allein die Bestimmungen, was am Auto gereinigt werden muss, umfassen 6 Seiten. Was an Bord sein darf 4 weitere! Die Innenreinigung war ja machbar. Auch von mir. Schliesslich ist der Wagen ja erst ein Jahr alt und ich weiss schon seit einiger Zeit, dass das auf mich zukommt. Schliesslich bin ich schon einmal mit einem Boot in Australien angekommen. Wenn ich dann aber lese:

“ die Gummimanschetten im Motor-Raum sind abzunehmen und zu reinigen“

„In den Profilen der Räder dürfen keine Steine oder Sand sein“

“ alle Filter müssen abgenommen und gereinigt werden“

„alle toten Tiere sind von der Motorhaube zu entfernen“

und so weiter, und so weiter. Und das seitenlang. Da rutschte mir dann doch das Herz in die Hose. Eigentlich wollte ich da gleich die Reise absagen!

Zum Glück gibt es in Berlin eine LKW-Waschanlage mit ganz freundlichen Herren (Herzlichen Dank für die freundliche Hilfe!) Die Männer haben die erste Vor-Reinigung übernommen. Und dann ging es nach Bremerhaven. Dort hatte ich eine weitere Reinigung bestellt. Wunderbar! Der Wagen wurde von 2 Männern von Hand (!) gereinigt. Und zwar gründlich! Und der Motor-Raum! Und der Unterboden! Und dann auch noch alle versteckten Ablagen im Fussboden! Und das alles dauerte länger als 2 Stunden – und war trotzdem bezahlbar.

So langsam wurde ich wieder zuversichtlich!

Die erste Prüfung des Wagens wurde dann von der Spedition vorgenommen. Ein Teil fand ihre ganz besondere Aufmerksamkeit! Die Sachets für die Desinfektion der Toilette des Campers. Auf der Reise durch Europa habe ich nämlich leidvoll erfahren müssen, wie unterschiedlich gut – oder besser gesagt schlecht – diese Mittel sein können. Und so habe ich von „meiner“ bevorzugten Marke für die ganze Zeit in Australien die Desinfektion an Bord. Der Kontrolleur akzeptierte sie, als er herausfand, dass sie nicht feuergefährlich sind. Er wollte mir aber nicht zusagen, dass der australische Zoll sie dann auch einführen lässt. Aber das ist dann eine Prüfung vor Ort. Erst einmal sind sie an Bord!

Danach musste/durfte ich in den gesperrten Bereich des Hafens fahren. Zunächst auf einen grossen Parkplatz. Dort stand mein „Kleiner“ dann ganz verloren neben einem riesigen Kran, LKW’s, Militärfahrzeugen und einem weiteren Camper. Wie klein kann die Welt sein? Mit mir unternahm ein weiterer Camper die Prozedur. Allerdings ein ganz grosser, ganz neuer Camper mit Allrad-Antrieb. Da kam mir meiner ganz, ganz klein vor. Aber verrückt ist, dass die Besitzer auch aus Potsdam stammen. Somit können unsere beiden Autos auf der Fahrt ein wenig Händchen halten und sich unterhalten, wenn es ihnen langweilig werden sollte.

Dank der beiden Potsdamer, hatte ich nach erfolgreicher Abgabe des Auto’s eine schnelle Heimfahrt. Ich habe mich inzwischen so sehr an das langsame Fahren mit dem Camper gewöhnt, dass es mir unheimlich vorkam, wenn ich auf den Tacho schaute wie schnell wir fahren. So ändern sich die Gewohnheiten.

Comments ( 2 )

  1. ReplyHeike Schaefer
    Hi Alina Danke dir und deiner ganzen Familie für die Wünsche zur Reise. Bald geht es los. Das Auto schwimmt bereits und ich folge in Kürze mit dem Flugzeug. Werde euch alle hier auf dem laufenden halten. Wenn ich zurück bin, müssen wir uns mal wieder treffen. Alles Liebe, Heike
  2. ReplyAlina
    Liebe Heike! allerbeste Gruesse aus Litauen! Wir freuen uns auf Deine erfolgreiche Vorbereitungen! Die Barriere fallen und Du kannst die Reise wie geplant geniessen:) Alles Gute wuenschen wir Dir in dieser lange Reise! Bleib gesund und hab viel Spass! Alina, Valdas, Elze und Viktorija

Leave a reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>