Freitag, der 22.9.2017

Freitag, der 22.9.2017

Nun muss ich also tatsächlich den Yanchep National Park verlassen. Keine Buchung wurde abgesagt. Auch wenn der Campground viel Platz bietet, ist die Anzahl der Stellplätze auf 15 Auto’s oder Zelte begrenzt. Also geniesse ich gemütlich eine morgentliche heisse Dusche. Wer weiss, wann ich das wieder habe und mache mich auf den Weg nach Two Rocks.

Vor dem Hafen von Two Rocks liegen tatsächlich 2 grosse Felsen im Meer. Da sich das Wetter verschlechtert hat und starker Wind aufgekommen ist, bietet sich das grandiose Schauspiel von Brechern, die über der Kaimauer des Hafens zusammen schlagen.

Eigentlich hatte ich mich auf einem warmen und sonnigen Indischen Ozean gefreut. Und nun das! Aber auf der anderen Seite macht es Spass sich das aus dem warmen Auto anzuschauen.

Ich beschliesse eine kleine Küstenstrasse entlang zu zotteln. Der Wind von der See frischt immer mehr auf. Möchte dabei eigentlich auch nicht schneller fahren als es diese kurvige Küstenstrasse zulässt. Die angesagten 25 Knoten = Windstärke 5 wären an der Ostseeküste nicht des Aufhebens wert. Hier kommt der Wind im Moment quer auf das Auto und somit muss ich schon aufpassen wie ich fahren.

Über die kleine Küstenstrasse erreiche ich einen der Strände von Perth. Ich fahre auf den leeren Parkplatz und freue mich schon auf ein grandioses Schauspiel. Die Wellenberge türmen sich hier auf rund 2-3m. Der Wind kommt jetzt direkt auf die Küste zu. „Kein Problem“ denke ich und geniesse einen Parkplatz quer zur Windrichtung und mache mir eine schöne Tasse Tee. Noch bevor der Tee auf eine trinkbare Temperatur abgekühlt ist, weiss ich warum hier kein Mensch ist! Der Camper schaukelt dermassen hin und her, dass an einen längeren Aufenthalt nicht zu denken ist. Also weiterfahren!

Durch Perth, nach Fremantle und weiter nach Rockingham.

Hazel hatte mir immer erzählt,“ Rockingham is a rough town“. Habe sie nicht recht verstanden warum. Jetzt wo ich in diese Richtung unterwegs bin, erfahre ich was sie gemeint hat. Zwischen Fremantle und Rockingham ist viel Industrie und nichts lädt ein hier stehen zu bleiben.

Somit fahre ich weiter, bis ich ein Hinweisschild „Scenic Route“ entdecke. Es geht wieder an die Küste, wo mich immer noch ein heftiger Wind durchschüttelt. Ich fahre mehrere Parkplätze an, in der Hoffnung einen für die Nacht zu finden. Und ich werde fündig!

Zwar immer noch dem Wind ausgesetzt aber ein wenig durch einen Felsvorsprung geschützt , entdecke ich einen geräumigen Parkplatz mit direkter Aussicht auf’s Meer hinaus. Leider kann ich bis jetzt an keinen Strand hinunterlaufen. Schilder weisen überall auf Schlangen hin. Wenn die „Touri’s“ alle weg sind, werde ich mich ein wenig umstellen um noch etwas mehr Schutz vor dem Wind zu haben und dann hier die Nacht verbringen. Ein Platz wie ich ihn mir vorgestellt habe, wenn auch noch ein wenig windig!

Ein bisschen mehr im Camper angekommen, koche ich zum ersten Mal in Australien – ein bisschen Thailändisch angehaucht – eine Tom Kha Suppe. Gestern hatte ich mir ein gegrilltes Hähnchen im Supermarkt geleistet und Teile davon mit einem frischen Brot gegessen. Heute gibt es den nächsten Teil in der Suppe mit Pilzen, Tomaten und Paprika.

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