Wieder ans Meer – Cape Le Grand 1

Von Hyden aus will ich wieder an’s Meer. Mein Ziel ist Esperance, eine kleine Stadt am Meer. Dort will ich ein wenig einkaufen und dann weiter an den süd-westlichsten Zipfel von Western-Australia besuchen – Cape Le Grand. Die Bucht Lucky Bay soll den weissesten Sand von ganz Australien haben. Zudem sind sie berühmt für die zahmen Känguru’s, die die Camper zum Frühstück besuchen sollen.

Die Strecke von Hyden nach Esperance sind gut 400km. Da es bereits Mittag ist als ich Hyden und die Wave verlasse, mache ich unterwegs einen Übernachtungsstop.

Es gibt entlang den meisten Überlandstrassen Plätze auf denen man kostenfrei über Nacht stehen kann. Manche sind gut ausgebaut, mein heutiger weniger. Gerade mal eine Tankstelle, die an den Campern gut verdient und eine Möglichkeit die Toilette zu leeren. Inzwischen bin ich aber viel gewohnt und habe kein Problem damit.

Esperance ist ein nettes kleines Städtchen, das den Nutzen von Campern erkannt hat und gute Parkmöglichkeiten und auch Entsorgung und Frischwasser anbietet. Einkaufsmöglichkeiten und Unterhaltung halten sich in Grenzen.

Allerdings bietet ein Chinese Massagen an. Da mir sowohl meine Schulter wie auch meine Achillessehne seit einiger Zeit weh tun, nehme ich den Dienst dankbar an und lasse mich durchkneten. Die Dame – ein zierliches Persönchen – versteht ihr Handwerk und zeigt mir alle möglichen Probleme auf, von denen ich keine Ahnung hatte. Gelockert verlasse ich Esperance und ziehe weiter.

86km sind es bis zu dem Campground im Cape Le Grand National Park. Ja, auch Australien stand mal kurz davor von den Franzosen entdecken und kolonialisiert zu werden, genau wie Neuseeland!

Und es lohnt sich! Es ist wirklich ein super weisser Sandstrand. Leider ist das Wetter zwar sonnig, aber immer noch lausig kalt und ziemlich windig, trotzdem buche ich für 2 Nächte. Ich habe den letzten Stellplatz bekommen und geniesse die Aussicht.

Am nächsten Morgen stellen sich wirklich handzahme Känguru’s auf dem Campingplatz ein. Ich unternehme einen langen Strandspaziergang. Und plötzlich überkommt mich die Lust zu Schwimmen. Ich gehe zurück zum Camper und wühle bis ich meinen Neoprenanzug gefunden habe. Damit macht es dann – zum Entsetzen der Strandgänger – Spass in’s Wasser zu springen. Kristallklares Wasser! Gott, warum nicht 10 Grad wärmer. Ich würde noch eine Woche bleiben!!!

Der Strand ist auch gut besucht von Touristen. Ein Stand für Kaffee und andere Getränke ist dort. Kommt jeden Tag die Strecke aus Esperance. Und wie nicht zu vermeiden sind auch die Asiaten da. Eine Busladung voll. Für sie wird extra ein Verpflegungszelt aufgebaut. Es sind mehrere Kinder dabei. Ein Mädchen spielt am Strand in Burberry Klamotten.

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