Broome

Auf der Landkarte sieht der Weg von Port Hedland nach Broome aus, als liefe er direkt am Meer entlang. Aber dem ist nicht so. Man sieht auf der gut 600km langen Strecke kaum einmal was vom Mer. Zudem ist die Strecke – der Great Northern Highway – sehr befahren. Viele Laster reihen sich hier aneinander. Genauso wie schon vor Port Hedland. Also Auge zu und fahren. Dank Klimaanlage lässt sich die Hitze wieder recht gut ertragen.

Von Broome haben viele geschwärmt. Tropisches Paradies, ein wenig Fiji und das in Australien. Kamele zum Reiten am Strand, aber Vorsicht ! Auch wieder Krokodile!

Der Ort gab eine Menge von Campgrounds an. Alle nicht billig. Aber das hiess, dass ich einige anfahren musste um zu entscheiden wo ich für ein paar Tage bleiben wollte. Einige schieden aus, da sie keinen Pool hatten. Bei der Hitze und den Krokodilen wollte ich auf einen Pool nicht verzichten.

Als ich die verschiedenen Campingplatze der Reihe nach abfuhr, wurde mir klar, warum sie zur Zeit 4 Nächte für den Preis von 3 Nächten anboten. Broome war leer. Keine Saison mehr! Ich entschied mich für den Cable Beach Caravan Park. Da sie mir anboten nachzusuchen und trotzdem das Angebot zu bekommen, buchte ich zunächst nur für 2 Nächte – Wochenende. Dass ich keinen Strom für die Air condition brauchte, konnten sie nicht glauben. Noch weniger, dass ich gar keine in meinem Camper hatte.

Nachdem ich mich auf dem Platz eingerichtet hatte, ging ich auf die andere Strassenseite des Caravan Parks. Ein Balinesisches Spa befand sich dort. Ich muss dazu sagen, dass die Hitze und das lange Fahren mich doch mehr angestrengt hatten als ich vorher gedacht hatte. Somit wollte ich mir ein wenig Luxus leisten und buchte für den folgenden Nachmittag eine Verwöhnbehandlung.

Zurück auf dem Campground genoss ich den Pool und alles schien schön zu sein. Schien! Zunächst kam ein Campground Nachbar vorbei und wies mich daraufhin, dass Broome einen Aborigines Anteil von mehr als 90% habe und dementsprechend gefährlich sein. „Nie ein Fenster auflassen!“ wenn ich weg gehe und auch Vorsicht bei Nacht. Der Campground sei ungesichert und nachts würden sich Aborigines rumtreiben. Mist! und ich hatte mich darauf gefreut am Abend draussen zu sitzen und hinterher nicht alles vor dem Schlafengehen wegräumen zu müssen.

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Rund um 8 Uhr abends startete in der Nähe ein Konzert. Und keine Musik, die ich normalerweise hören würde. Ich lag lange wach. Aber wenigstens hörte der Krach rund um 11 Uhr auf. Wie sagte schon Wilhelm Busch “ Musik wird oft als schön empfunden, wenn mit Lärm sie ist verbunden“. Das war leider das Motto des Abends.

Dass ich in den Tropen war, zeigte, dass ich noch vor dem Frühstück den Pool genoss. Wunderbar so aufzuwachen. Da verzeiht man doch fast den vorherigen Abend. Ich erzählte der Dame vom Empfang später meine Enttäuschung über den Lärm. Daraufhin teilte sie mir mit, dass ich auch am kommenden Abend mit einem Konzert rechnen müsse. Das war ein Konzert? Für den Krach haben Leute bezahlt? Na ich nie. Werde anscheinend alt! Auf jeden Fall erklärte ich, dass ich unter diesen Umständen nicht verlängern würde.

Das Balinesische Spa genoss ich umso mehr. Air condition. Relaxte Behandlung, was wollte ich mehr. Jedenfalls das Spa hatte meine Erwartungen erfüllt. Das hauptsächliche Behandlungsmittel war im übrigen Kokosöl mit verschiedenen Ölen vermischt. Ein Teil der Behandlung bestand in einer Kopfmassage mit dem Öl. Mein Haar hat es sehr genossen.

Und ich den Pool. Das Wasser war angenehm warm und der Pool gehörte mir die meiste Zeit alleine.

Über den „Lärm“ der 2. Nacht brauchen wir nicht zu diskutieren. Es ging um 8 Uhr abends los und dann weit bis nach Mitternacht.

Comment ( 1 )

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    Hallo Liebe Heike, soeben habe ich Deinen Beitrag vom Broome-Camping gelesen.Auf diesem Platz haben wir auch genächtigt, allerdings ohne Konzert. Bei uns liegt inzwischen der erste Schnee. Welche Gegensätze!! Wir (Hans + Karl wenn Du Dich erinnerst) haben unsere Reise mit vielen tollen Eindrücken im weiteren Verlauf, planmäßig in Perth und Umgebung beendet. Natürlich denke ich noch oft an Dich und Deine Schilderungen, die außergewöhnlich waren.Ich wünsche Dir weiter viel Spaß und eine schöne (Regen!)Zeit bis Darwin.Laß wieder mal etwas hören von Dir. Sei herzlich gegrüßt Karl

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