In’s Landesinnere

Im Cape Range National Park waren es zwar offiziell mehr als 37 Grad gewesen. Aber durch den stetigen Seewind und das Schwimmen im Indischen Ozean war es gefühlt nie heiß und auch in der Nacht gut erträglich gewesen.

Nun auf dem Weg ins Landesinnere würde sich das ändern. Zudem sagte die Wettervorhersage etwas von Temperaturen über 40 Grad vorher. Von Hans und Karl hatte ich gehört, wie unangenehm es werden würde. Die beiden hatten auch erzählt, dass das Fahren in der Hitze nicht das eigentlich Problem darstellte. Im Gegenteil. Während des Fahrens läuft die Klimaanlage und so lässt sich die Aussenhitze drinnen ganz gut ertragen.

Bei meinem Start in Exmouth war es schon ziemlich spät. Ich hatte im Informationszentrum das kostenlose Internet genutzt um die geschriebenen Berichte im Blog zu ergänzen. Zudem musste Trinkwasser aufgefüllt werde, die Toilette entleert, getankt und eingekauft werde. Es war also schon rund Mittag als ich losfuhr. Mein nächstes Ziel – der Karijini National Park – lag rund 600km entfernt. Ich suchte mir einige Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke raus, da ich bis jetzt max. 300km Strecke am Tag gemacht hatte.

Bei der Ausfahrt aus Exmouth grüsste mich Mutter Emu mit ihren 3 Kindern und wünschte mir eine gute Fahrt.

Und es sollte sich erfüllen, was Hans und Karl gesagt hatte – die Fahrt im Auto ging gut. Ich beobachtete das Thermometer fleissig. Es stieg und stieg – bis auf 43 Grad! Unglaublich! Und die Sonne brannte. Ich zog alle Verdunklungen, die mein Camper bot – Dach vorne, Dach hinten, rückwärtige Fenster, Seitenfenster hinten. Und ich erlaubte mir auch das Beifahrerfenster ein wenig zu verdunkeln. Und die Klimaanlage lief auf Hochtouren. Irgendwann erreichte die Aussentemperatur sogar 44 Grad!

Und ich fuhr und fuhr und fuhr. Es war wirklich einfacher zu fahren als anzuhalten! Und irgendwann entschied ich – es wird ein langer Fahrtag! Ich fahre die ganze Strecke. Irgendwo am Ende der Strecke hatte ich die Beschreibung eine Homestays auf einer Farm gefunden. Die Beschreibung klang gut und ich beschloss die ganzen Kilometer auf einmal hinter mich zu bringen. Ich würde gegen Abend, wohl noch vor Sonnenuntergang, ankommen und auf der Farm sollte es gute Duschen und jeden Abend ein Lagerfeuer geben. Das wollte ich schaffen!

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