Spinifex Hill Studios

Ausser in Crocodile Country war ich nun auch in einer Gegend, in der mehr als 70% der Bevölkerung Aborigines sind. 

Wie auch in Amerika haben die weissen Einwanderer viele Sünden und Verbrechen an den Ureinwohnern begangen. Seit einiger Zeit jedoch wird versucht die Fehler wieder gut zu machen. Aber genau wie in Amerika haben die Weissen ein gespaltenes Verhältnis zu ihnen. Die Kriminalitätsrate in Gebieten mit hohem Aborigines Anteil ist deutlich höher. Vielfach sieht man die Ureinwohner schon früh am Morgen betrunken auf den Strassen. Betteln gehört auch zu den unangenehmen Nebenwirkungen. Der australische Staat bemüht sich mit allem möglichen um eine Verbesserung der Lage. Nicht unbedingt mit Erfolg.

Die Bilder der Aborigines standen von Anfang an auf meinem Besichtigungsplan. Und hier in Port Hedland fand ich das erste Studio für ihre Kunst. Es gehört einer privaten Firma und bietet nicht nur Ausstellung- und Vermarktungsmöglichkeiten. Hier können die Aborigines auch arbeiten.

Wie ich später lernen sollte, ist die Leitung meist in Händen von Weissen – warum auch immer. Und hier – ganz speziell – war die Assistentin eine Deutsche aus Sachsen. Ich versuchte sie anzusprechen. Gott, auf was für einem hohen Stuhl sass die Dame. Kein small talk erwünscht. Schon gar nicht auf deutsch. So eine Abfuhr habe ich schon lange nicht mehr bekommen.

Insgesamt kann ich zu diesem Studio nur sagen: Anschauen und abhauen. Aber es war immerhin ein erstes Treffen mit Aborigines Kunst.

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