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Heike Schaefer

Monkey Mia Resort

Ein ganz wenig zu Preisen für Übernachtungen in Australien.

Ich fand die Preise im Südwesten schon schlimm. Rund 100 AUD für  aus eiseein Zimmer mit Dusch und Toilette im Motel. Aber das waren einigermassen saubere und eingerichtete Räume.  Ein Hotelzimmer mit etwas Komfort kann allerdings schnell auf 250 – 400 AUD ansteigen.

Im Billabong Roadhouse dagegen müsste man für eine Besenkammer ohne Bad und Toilette – nur 2 Doppelstockbetten – einfache Metallbetten – ihr könnt nicht rausfallen! – dafür wäre kein Platz!- 100AUD hinlegen. Und die Sauberkeit springt einen nicht an! Ein Zimmer mit einem simplen Doppelbett kostet hier bereits 160 AUD. Keine Bad oder Toilette! Also meine Lieben! Wollt ihr nach Australien fangt an zu sparen! Und euch abzuhärten was eure Vorstellungen angeht!

Jetzt wisst ihr warum hier soooooooo viele Menschen campen. Ob im Camper, Wohnwagen oder Zelt!

Monkey Mia

So warum gibt es hier das Resort?

Ganz einfach! Jeden Morgen um 7.45 Uhr versammeln sich die meisten Gäste des Resorts am Strand. Dann werden Delphine und anschliessend Pelikane gefüttert.

Na klar bin ich an meinem ersten Morgen auch hier. Das ist aufstehen vor dem Aufstehen . Verlassen des Campers vor dem Frühstück. Bei der Show , die hier abgezogen wird, merke ich was ich seit meiner Zeit in Neuseeland alles erlebt habe!

5 Delphine! und anschliessend 3 Pelikane! Und ein wenig Story drumrum. Ich mache das Spektakel einmal mit. Morgen aber werde ich ausschlafen! Ganz sicher!°

Mir geht durch den Kopf wo alles ich Delphine gesehen habe und wie frei diese Tiere dann waren. Wie lebhaft sie durch’s Wasser getanzt sind und wieviel Spass sie an einem Kräftemessen mit Pacific Rose hatten. Ich denke an das Schwimmen mit ihnen und die Begegnungen mit den Walen, die ich erleben durfte auf unseren Reise. Und ich bin glücklich und zufrieden und stolz das alles erlebt zu haben. Unglaublich!

Shark Bay

Hier reiht sich ein National Park an den anderen!

Ich muss rund 2 Stunden weiter fahren. Dann komme ich zunächst nach Billabong. Ja, diesen Ort gibt es tatsächlich. Sie machen ein ziemliches Aufheben um ihren Namen. Zum Glück für mich gibt es hier 2 Tankstellen direkt nebeneinander. Sie machen sich enormen Konkurrenzdruck. Aufgrund dessen kann ich ziemlich günstig hier tanken. 1.30AUD – ein guter Preis , angeblich der niedrigste für die nächsten 300km.

Und dann kommt auch bald die Abbiegung zum Shark Bay National Park. Es handelt sich bei diesem National Park um ein Worldheritage. Irgendwelche Punkte müssen vorhanden sein um in diese Liste aufgenommen zu werden. Angeblich gibt es nur 4 National Parks weltweit die alle 4 Kriterien erfüllen. Und Australien hat davon 2 – Great Barrier Reef und Shark Bay.

Monkey Mia, Stromatholiten, Shell Beach – Das sind die 3 Punkte , die ich ohne Allrad besuchen kann.

Ich beschliesse zunächst bis zum Ende der einzigen Strasse zu fahren und dann auf dem Rückweg alles aufzurollen.

Es ist eine lange Strecke bis nach Monkey Mia. Mehr als 100km. Nördlich von Monkey Mia schliesst sich noch der Perron National Park an. Dieser ist allerdings nur mit Allrad zu besichtigen.

Monkey Mia ist ein RAC Resort in einem extra National Park. Man muss erst in den National Park und dann 50m weiter in das Resort. Bei dem Wort RAC Resort sehe ich eigentlich nur $$$$$-Zeichen. Und so bin ich positiv überrascht als die Dame mir erklärt, dass wenn ich 3 Nächte bleibe die einzelne Nacht nur 22 AUD kostet. Ich weiss zwar nicht was mich im Resort erwartet, aber ich nehme die drei Nächte!

Im Resort stolpert man zunächst über Emu’s . Wirklich. Das ist das erste was man sieht. Und dann das Schild: Behandelt unsere Emu’s mit Respekt! Es sind hier frei lebende Tiere. Naja, Kamera zücken und photographieren.

Also, als ein irgendetwas erwartende Gast wäre ich enttäuscht. Zum Glück bin ich vor der Masse zeltender Touristen da und habe einen Platz, der mich zufrieden stellt. Warum auch immer. Ich stelle mein Auto ab. Steige aus . Schliesse ab und gehe zum Strand. und da sehe ich das schönste seit langem : Happy Hour 4-5pm.

Ich denke ihr wisst wo ich hier jeden Tag von 4-5pm sein werde?!!Ein ganz wenig Luxus muss sein! Sessel, gepolsterte Bänke und Bedienung direkt am blauen Meer und Sandstrand.

Ansonsten bietet Monkey Mia nicht extrem viel. Gut. Warme Dusche und eine Campingküche. Das ist es. Soweit weg von allem gibt es n nicht einmal frisches Trinkwasser oder eine Dumping Station für die Toilette.

Aber Happy Hour von 4-5pm!!!!!

Pink Lake

Auf dem Weg zum Kalbarri National Park kommen ich mal wieder an einem Pink Lake vorbei. Durch bestimmte Bakterien färbt sich hier das Wasser leuchtend Pink. Das Wasser ist ungeniessbar für den Menschen. Und auch sonst gedeiht nicht in diesen Seen.

Kalbarri National Park

Der Kalbarri National Park ist nicht weit entfernt von Geraldton. Es ist der erste Nationalpark auf meiner Reise, der viele Allradstrecken aufweist. Mal sehen wie das klappt.

Auf jeden Fall ist der Park riesig! Viele Kilometer liegen vor mir.

Die Landschaft hat sich seit Perth total verändert. Habe ich dort noch verschiedenartige Landschaften mit grossen Bäumen gesehen, herrscht jetzt Buschland vor. Ich will den Tag über viele Aussichtsplattformen anfahren und am Abend in einem Buschcamp übernachten.

Der Kalbarri Nationalpark hat verschiedene Gesichter. Zum einen hat er atemberaubend Küstenlandschaften, zum anderen finde ich hier zum ersten Mal die „rote Erde“ Australiens und den Busch.

Die Küstenlandschaften sind weniger durch lange weisse Strandstrände als durch Hohe rote Felsen gekennzeichnet. Das Gestein hier ist eine Form von Sandstein und durch Jahrtausende durch die anbrandende Wucht des Meeres geformt. Die Verwaltung hat sich extrem viel Mühe mit Aussichtsplattformen gegeben. Hier vermisse ich zum ersten Mal eine zweite mitreisende Person. Die Parkverwaltung hat einen 8km langen flachen Wanderweg entlang der Steilküste angelegt. Würde ich gerne gehen. Aber was mit dem Auto machen? Wie immer wäre das Buchen einer Tour extrem teuer. Und eine Busverbindung zu einem der Enden gibt es leider nicht. So bleibt mir nichts anderes übrig als all die verschiedenen Plattformen anzufahren und den atemberauschenden Ausblick zu geniessen. An einem der Punkte mache ich mir dann auch zum Mittagessen einen Salat und geniesse das kalte Grillhähnchen aus Geraldton dazu.

Inzwischen habe ich auch fast immer eine fertige Tasse Tee oder Kaffee beim Fahren zur Hand. Durch den ständigen Seewind und die steigenden Temperaturen habe ich einen gesteigerten Flüssigkeitsbedarf. Inzwischen ist es auch möglich anstelle der Klimaanlage die Fenster offen zu haben, laute Musik  und es ist ein Genuss zu fahren. Meist gehört die Strasse mir alleine.

Mit dem vielen Aussteigen komme ich sehr langsam vorwärts. Und so ist es bereits Nachmittags als ich Kalbarri selbst erreiche. Ein kleines Städtchen schön am Meer gelegen. Wären die Preise für eine  Übernachtung auf dem Campingplatz nicht so hoch (49AUD), würde ich gerne die Nacht hier verbringen und am Abend irgendwo gemütlich am Strand sitzen und den Abend geniessen.

Aber für die Nacht habe ich mir das zweite Gesicht des Kalbarri National Parks vorgenommen. Ein Buschcamp. Laut offizieller Auskunft. 5km von der Strasse entfernt im Busch gelegen. So biege ich von der Hauptstrasse ab und fahre los. Irgendwie dieses Mal ein komisches Gefühl. Wirklich nur rote Erde um mich, Buschwerk so niedrig, dass ich drüber hinweg sehen kann. Irgendwie ist mir mulmig beim Fahren. Aber es ist eine „historic site“ und offiziell möglich für „normale“ Autos. Irgendwie werde ich trotzdem nicht glücklich mit der Piste und drehe nach 3 km um. Nee, heute kein Abenteuer! Ich finde auf meiner Wikicamp App einen weiteren 24h Autostopp und ziehe es vor dort zu übernachten.