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Heike Schaefer

Sonntag, 10. Februar 2013

Der hoffentlich letzte Tag unserer Passage hat begonnen. Wir haben noch rund 175nm vor uns. Dann werden wir in den Milford Sound einlaufen. Dem Wind merkt man an, dass er von der Antarktis kommt. Es wird von Tag zu Tag kühler, um nicht zu sagen kälter. Schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass die nächst liegende Landmasse ausserhalb der Südinsel nun die Antarktis ist. Der Wind frischt in Böen ganz schön auf. Wir befinden uns schliesslich in den „Roaring Fourties“, wo Sturm recht schnell entsteht. Der Wind hat schliesslich Zeit sich von Südamerika aus schnell über den Ozean fort zu bewegen. Die Boys fangen einen neuen Thunfisch, den Bryan hoffentlich morgen an Land räuchern kann.

 

We hope that this is the ast day of the passage. We have only 175nm to sail before we reach Milford Sound. The wind is very cold. He comes directly from the Antarctic. Every day it becomes colder. It is a special feeling to know that the next country – except the South Island – is the Antarctic.The gails are sometimes very strong. We sail now in the „Roaring Fourties“. There is no land between South America and New Zealnd. So the wind is very often absolut strong. Lyall and Allan catch a Thuna. We all hope, that Bryan can smoke the fish tomorrow on land.

 

Samstag, 9. Februar 2013

Wir wachen mit einem bedeckten Morgen auf. Windgeschwindigkeit 12kn aus Süden. Somit sinkt unsere Geschwindigkeit auf rund 4 kn. Es ist deutlich kühler als an den Tagen zuvor. Lyall und Allan fangen 2 grosse Albacore Thuna. Beide wiegen jeder über 6 kg!. Während des Filetieren melden sich einige Seevögel an. Woher wissen die Vögel, dass wir Fisch gefangen haben und den sogleich an Deck filetieren? Auf jeden Fall ist mit den beiden Fischen unser „Fleischbedarf“ für die nächsten Tage gesichert. Heute Abend kocht Bryan den Fisch mit einer Sherry-Honig-Marinade im Ofen und morgen werde ich ein Wok-Gericht mit Satay-Sauce machen. Gemüse haben wir, wenn auch die Auswahl von Tag zu Tag deutlich kleiner wird. Die ganze Zeit unserer Passage haben wir über VHF Radio Kontakt mit Bluff Radio um sicherzustellen, dass uns notfalls jemand vermissen wird.

While we awake the sky is covered with cloudes. Wind: 12 kn from South. Speed: 4knots. Lyall and Allan catch two big Albacore Thuna. Their weight is more than 6kh each. While the boys filet the fish seabirds arrive at the boat. How do they know that we caught fish? In any case: We have enough fish for the next days. Today Bryan cooks fish with a honey- sherry-marinade in the oven. Tommorow I’ll do a wok dish with Satay sauce. Vegetables we have enough. During the passage we have the whole time contact to Bluff Radio. But we hope not to have bad news.

 

Freitag, 8. Februar 2013

Während der Nachtwache sieht Lyall erneut Sternschnuppen. Hoffentlich hat er sich etwas schönes gewünscht! Am Morgen finden wir neben einem fliegenden Fisch auch einen vertrockneten Tintenfisch auf dem Deck. Weitere rund 400nm liegen vor uns. Wir segeln mit rund 5.5 kn. Den Tag über wechselt der Wind, so dass wir am Abend den Wind direkt von vorne haben. Alles in allem ein schöner, sonniger Tag auf See. Aus Spass klettert Allan heute den Mast von Pacific Rose hoch.

During his night watch Lyall sees again falling stars. I hope he has good wishes for the trip! On the morning we find on the not only flying fishes. Also a Suid found the way on board. Another 400nm lay in front of us. We are sailing with round 5.5knots. The wind direction changes the whole day. In the evening we have the wind right on the nose. But over all we have a wonderful sunny day on sea. In the afternoon Allan climbes for fun in the mast.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Nach einer rauen Nacht erwartet uns ein ebenso rauer Tag: SE mit 30 – 35 kn und 3-4m Schwell. Im Laufe des Tages mässigt sich der Wind auf 10 – 15kn und 1,5 – 2m Schwell. Dieses Mal erwischt die Seekrankheit nicht mich, sondern Lyall und Allan. Auch Bryan fühlt sich nicht so wohl.

 

After a rough night we expect a rough day on sea: SE with 30 – 35 knots of wind and 3-4m swell. During the day the wind clames down to 10-15 knots and 1-2m swell. This time Lyall and Allan are seasick. Also Bryan feels not well.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Bis nun haben wir bekanntes Gewässer gehabt. Und nun beginnt das unbekannte Abenteuer. Keiner von uns ist weiter gesegelt als bisher. Wir alle haben von Cape Reinga aus den Zusammenprall der beiden Ozeane gesehen. Aber nun heisst es : Verlassen wir den pazifischen Ozean und tauchen wir in die Tasmanische See ein. Wie erwartet ist das Wasser ziemlich rau und der Wellengang ziemlich hoch. Wir kämpfen mit 3 – 4 m Schwell und müssen ziemlich weit ausholen. Die beiden Meere kämpfen um die Vorherrschaft und machen das Segeln nicht leicht. Vor uns liegen nun rund 650nm ohne Ankerplatz bis wir den Milford Sound in der Südinsel Neuseeländisch erreichen. Als wir die Nordspitze Neuseelands umrundet haben sehen wir die grossen Sanddünen von Cape Maria van Diemen in der Sonne hell leuchten.

Till to the last day we sailed in known waters. Now the adventure starts really.Nobody of us is sailed further. From Cape Reinga we all have seen how the waters of the pacific and the Tasman Sea met each other. And we could see from land the power how they met. We expect a lot of rough water and high waves. The swell iss 3-4m. So we have to go out very far, before we can cross to the Tasman Sea. Both sea fight with all power and the sailing is hard. Bryan stands the whole time on the wheel.

After coming into the Tasman Sea we now have 650nm without anchorage before we arrive at Milford Sound in the South Island.

After sailing into the Tasman Sea we have a wonderful view onto the large sanddunes from Cape Maria van Diemen.