Header Image - Heike Schaefer

Sonntag, 17. Februar 2013

Es geht weiter zum Doughtful Sound. Es ist rund 25nm entfernt. Der Abschied von den Millionen von Sandfliegen fällt uns leicht. Unser aller Hände sind total zerstochen und jucken wie die Hölle.

Allan und Lyall wollen, sobald wir im tiefen Wasser sind, angeln. Nach kurzer Zeit findet Bryan auf dem Sounder Anzeichen für Fisch und los geht’s. Und wirklich: Eine Schwarm von Blue Cod befindet sich unter dem Boot und die beiden fischen ergiebig. Das Essen für morgen ist wieder einmal gesichert. Als sie die Fische anschliessend an Deck filetieren, finden sich mehrere Mollyhoacks (?) ein. Sie sind eine kleinere Ausgabe von Albatrossen, die wir weiter im Süden sehen werden. Ich werde sogleich an den Walt Disney Film „Bernard und Bianca“ erinnert. Sie sind einfach wunderbar und majestätisch die Vögel.

Die Fahrt zum Sound ist wunderbar. Keine Sandfliegen, die beissen. Keine Regen, sondern warmer Sonnenschein . Das bedeutet zwar, dass wir unter Motor laufen müssen, aber es stört uns nicht so sehr, da wir bisher oft genug Wind hatten um zu segeln und Diesel zu sparen. Und nach und nach schälen wir alle uns aus den vielen Lagen Kleidung, die wir gegen die Sandfliegen getragen haben.

Gegen 13 Uhr erreichen wir den Sound und lieben ihn sogleich. Die Berge sind zu Beginn weicher und nicht so bedrohlich hoch wie in anderen Sounds vorher. Bis wir unseren Ankerplatz erreichen, haben wir rund 5 1/2 Stunden Fahrt im Sound vor uns. Eine wirklich atemberauschende Kulisse spult sich für Stunden vor unseren Augen ab. Die Berge werden immer höher und wir geniessen staunend die Fahrt. Ein wirkliches Sonntagserlebnis!

Am Ende des Sounds finden wir eine Jugendherberge und einige Fischerboote. Auch ein anderes Segelboot liegt hier. Es beherbergt eine Familie mit einer 12 jährigen Tochter. Sie sind vor 6 Monate aus Französisch Polynesien aufgebrochen Als sie hören, dass wir zum Nachtessen Rehgulasch haben, machen sie grosse Augen, worauf wir sie spontan einladen. Ein interessanter Abend mit vielen Geschichten ist der Dank.

 

Während wir noch beim Nachtessen sitzen, sind draussen plötzlich neue Geräusche zu vernehmen. Ein Seelöwe ist auf Fischfang und zeigt uns viele Kunststückchen bevor er den ganzen Fisch verschluckt. Wir applaudieren begeistert.

 

We are leaving for Doughtful Sound. To say goodbye to the sandflies is no problm! The distance is 25nm. My hands are totally bitten and itchy.

Allan and Lyall wish to fish when we are in deeper water. And really: A school of Blue Cod is under the boat. Both get a big portion of fish The food for tomorrow is safed. When they filet the fish on deck a big group of Mollyhoacks (?) flies around the boat and dives for the leftovers. The birds look like Albatrosses. They are a little bit smaller. I remeber the Walt Disney Film „Bernard and Bianca“. The birds are wonderful.

The trip to the next sound is lovely. No sandflies! No rain, but warm sunshine. That means we have to run with motor. But the time before we sailed so much, that we safed a lot of fuel. With the sun and without sandflies we peal off some layers of our clothes.

We arrive at the sound at 1 pm and fall immideately in love. The hills are not so high. Till to our anchorage we need 5 1/2 hours. The trip is a real sunday trip.

At the end of the sound is a youth hostel. And other boats we can see. On another sailingboat lives a family with their 12 year old daigther from Polynesia. We invite them for dinner. An interessant evening with a lot of stories!

 

While we sit at the dinner a sound outside. Seals are catching their dinner. They swim and jump around the boat. A wonderful artist is swimming.

 

Samstag, 16. Februar 2013

Es regnet! Nicht stark, aber doch so, dass es keinen Spass macht hinaus zu gehen oder an Deck zu sitzen. Zumindest für mich! Am Nachmittag beschliessen Lyall und Bryan trotz des Wetters den Fluss hinauf zu fahren. Ich dagegen freue mich weiterhin im warmen Bett zu sitzen und zu lesen. Unsere Kabine ist inzwischen frei von Sandfliegen und so ist es recht gemütlich im Bett zu lesen. Bald werde ich mein Buch ausgelesen haben.

Die Sandfliegen in diesem Sound sind die reinste Hölle. Millionen von ihnen stürzen sich auf jedes Fleckchen Haut, das sie sehen. Meine Hände – alles andere kann ich bedecken – sind total zerstochen. Das Gesicht lassen sie wie ein Wunder einigermassen unberührt.

Diesen Abend gibt es die Filetsteak des geschossenen Rotwildes zum Abendessen. Lecker! Parallel bereitet Lyall für morgen Abend eine grosse Portion Stew vor. 2 Tage hintereinander Fleisch!

 

It is raining. Not a strong rain, but enough for having no fun outside. I didn’t love the weather! In the afternoon Lyall and Bryan go for a walk up the river. I love to stay on board and to sit in the warm bed and read. Our cabin is free from sandflies and so it is lovely to read in bed. Soon I’ll finish the book.

The soundflies in this sound are the worst we have had on this trip. Million of them sit on every inch of your skin and bite. My hands – all other parts I can cover – are totally bitten. The face is a little better.

For dinner we have backsteak from the deer. Wonderfull! For the next day Lyall prepares a stew. 2 days good meat!

 

Freitag, 15. Februar 2013

Der Regen hat sich gelegt. Nach einem langen gemütlichen Abend stehen wir alle ein wenig später auf als gewohnt. Da sich kein Lüftchen regt, sind die Sandfliegen fast nicht zu ertragen. Lyall und Allan starten sofort mit dem Fischen und sind auch erfolgreich. So beschliessen wir den Sound ein wenig hinunter zu fahren und zu angeln, bevor wir weiter fahren. Allan fängt die meisten Fische. Meistens handelt es sich um Guarnets. Aber er hat auch das Glück den ersten Blue Cod zu fangen, angeblich den besten Speisefisch der Welt. Und auch ein Terakihi hängt bald an der Angel. Das Essen für heute ist gesichert. Lyall fängt einen spotted dogfish (eine Art Haifisch), der normalerweise für „Fish and Chips“ Verwendung findet. Danach laufen wir aus um in den nächsten Sound zu gelangen. Der nächste Sound ist der George Sound und ist etwa 6nm weit entfernt. Ein gemütliches Wasser empfängt uns und wir schippern unter Motor gemütlich vor uns hin.

Und dann passiert es: Lyall entdeckt Rotwild an Land. Wir sind weit entfernt und drehen das Boot parallel zum Strand. Nach wenigen Minuten sehen wir alle das Tier. Es steht friedlich grasend am Strand. Ab und zu dreht es den Kopf in unsere Richtung. Doch es bleibt stehen und grast weiter. Lyall richtet sein Gewehr. Wir anderen glauben nicht, dass er das Tier von dem bewegenden Boot aus erledigen kann. Ich wünschte er würde das Tier in Ruhe lassen. Aber das Jagdfieber hat ihn gepackt. Und so schiesst er. 4 mal geht sein Gewehr los, dann bricht das Tier zusammen. Später werden wir wissen, dass einer der Schüsse sofort tödlich war. Doch nun heisst es, das Tier an Bord zu bringen.

Lyall legt seinen Tauchanzug an um an Land zu schwimmen. Allan wird ihn im Dinghi begleiten und versuchen ihn zu sichern. Der Plan ist es das ganze Tier an Bord zu bringen. Dazu soll er das Tier zum Wasser schleifen und Leinen an ihm befestigen. Die Leinen soll Allan zum Boot rudern und wir sollen das Tier an Bord ziehen. Doch an Land, zerlegt Lyall das Tier, befestigt die Leinen an den Teilen, die Allan dann an Bord bringt. Wider Erwarten klappt alles ohne Verletzungen. Das Wasser ist ziemlich rau. Nach rund 2 Stunden haben wir die Filets sowie die beiden Hinterläufe an Bord und fahren in den nächsten Sound, den George Sound ein. Die Distanz hat zwar nur 6nm betragen. Trotzdem haben wir fast den ganzen Tag gebraucht um zu unserem Ankerplatz gekommen.

Dort angekommen zerlegen Bryan und Lyall das Fleisch um es nun abhängen zu lassen. Diesen Abend steht Bryan in der Küche. Es gibt wunderbaren frisch gefangenen Fisch, Kartoffeln und Salat. Anschliessend sitzen wir noch gemütlich zusammen.

 

The rain stopped during the night. After a long evening we all get up a little later. The sandflies are horrible, because we have no wind.

Lyall and Allan are keen to fish. And they are sucessfull. Allan catches the most fish. And he has the luck to catch the first Blue Cod. He also catches Guarnets. And soon he is able to catch a Terakihi. Lyall has not so much luck. He catches a spotted dogfish a shark for „Fish and Chips“. When we have enough fish we start to the next sound. It will be George Sound and is only 6nm away. A calm sea expects us and we motorsail.

At the beginning of George Sound Lyall spottes a reddeer. He is suddenly in hunting mood. The deer stands at the beach.We believe not that he can shoot the deer from the boat. I hope he would let the deer alive. But he is ableto shut the deer. But now we have the problem to bring the deer on board. Lyall has to swim ashore. Allan will bring him half the distance in the dinghi. Once ashore Lyall butchers the animal. Lyall cuts the hain quarters and brings them to the water. He surrounds them with a string. So can Allan pull them to the dinghi.

When we have stored all on board, we finish the trip into George Sound. Also when the distance was only 6nm we needed the whole day.

Arriving at our anchorage Lyall and Bryan butcher the meet. In the evening Bryan prepares the dinner. We have fish, potatoes and salad. A wonderful end of the day.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Die ganze Nacht hat es geregnet. Es ist kalt und der Himmel ist wolkenverhangen. Alle bleiben länger als normal im Bett. Es drängt nichts nach draussen. Bryan brät für alle Spiegeleier. Im Anschluss an das Frühstuck werkelt jeder vor sich hin.

 

Ich habe mir für heute vorgenommen weiter zu zeichnen, zu handarbeiten und zu lesen. Bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Ich will kein Picasso werden, aber ein wenig zeichnen zu können reizt mich sehr.

Für die Decke „Stars of the Pacific“ habe ich ein ganze Reihe neuer Sterne gefertigt. Ich will versuchen eine weitere Reihe an den Quilt zu nähen. Zudem habe ich nur noch wenige Seiten in einem Buch zu lesen. Alles in allem verbringen wir bis zum späten Nachmittag eine herrlich ruhige Zeit. Gegen 4 Uhr verlassen die Männer das Boot um Ausschau nach den Hirschen zu halten. Als sie zurück kommen, haben sie viele Zeichen der Tiere gesehen, konnten aber nichts erlegen.

It was raining the whole night. It is cold and cloudy. We all stay longer in bed than normal. Bryan makes fried eggs for breakfast. After breakfast every body works a little bit.

I try today to sew, to draw and read. I am happy with the drawings. I wish not to become a Picasso. but the possibilty to draw a little bit will make me happy.

For the quilt „stars of the Pacific“ I have done a lot of new stars. And I nearly finished my book. All in all we have had a wonderful relaxing day.

In the late afternoon the men leave the boat searching deer, but they see oly signs and no real deer.

Mittwoch, 13. Februar 2013

In einem Nebensatz erzählt Allan, dass es in einer Lodge nicht weit entfernt, frische Milch zu kaufen gibt. Ich springe auf und will gleich – noch vor dem Frühstück dorthin laufen. Ich hasse die Milch aus Milchpulver. Es ist ein ganzes Stück zu laufen, aber ich werde mit Milch, Äpfeln und ein wenig Schokolade belohnt. Der Preis für die wenigen Lebensmittel ist horrende. Aber ich freue mich. Nun ist mein Müsli am Morgen weiter gesichert.

Wir verlassen bald den Milford Sound und zum Bligh Sound fahren. Es sind zwar nur 17nm , aber wir brauchen fast 7 Stunden für die Strecke. Der Wind ist eisig und zwischendurch haben wir eine Zeitlang rund 50 Knoten Wind zu ertragen. Die Tasmanische See macht allen Beschreibungen Ehre. Am Ende des Sound treffen wir auf eine Gruppe von Seals. (Kann Euch leider nicht den deutschen Namen nennen – kleine Seelöwen) Sie liegen auf einem Felsen und sonnen sich. Lyall versucht sich mit diversen Lauten, aber sie reagieren nicht auf ihn.

Später sind wir alle froh, als wir in den ruhigen Sound einlaufen. Es gibt keine Möglichkeit den Sound von Land aus zu erreichen. Somit finden sich keine Touristen hier. Wir gleiten in eine wunderbar ruhige Fjord Landschaft, als eine Gruppe grosser Delphine um das Boot spielt. Sie sind mehr als doppelt oder sogar 3mal so gross wie die Delphine , die ich bisher gesehen habe. Riesige Tiere, die begeistert spielen, springen und tauchen. Bryan hat vor rund 25 Jahren an der gleichen Stelle Delphine springen sehen.

Nachdem wir angelegt haben, geht Lyall mit Gewehr und Ausrüstung an Land. Das Jagdfieber hat ihn gepackt. Als er 2 Stunden später zurück kommt, kann er von einer Hirschkuh und einem Hirsch berichten, auch wenn er beide nicht gesehen hat. Die Männer reden sich in ausgeprägte Jagdstimmung.

Während Lyall an Land war, hat Allan mit dem Dinghi gefischt und bringt einige Fische mit an Bord.

Ich habe gleich mit dem Zeichnen weitergemacht und freue mich über das Ergebnis.

 

During the breakfast told Allan that we could buy fresh milk ina lodge. Immediately I went and got not only milk. I also got apples and a little bit of chocolate. All was very expensiv! But now my muesli for the next days is safed!

We soon leave the Mildorf Sound. Our finih will be Bligh Sound. The distance is only 17nm, but we need round 7 hours for the distance. The wind is icy and the gasts are round 50knots. The Tasman Sea shows us all what she can do!

Before we leave the Sound we find a group of seals. They lay on a big rock and enjoy the sun. Lyall tries a lot of different noise, but they are lazy and prefer to lay in the sun.

Later in the day we are to sail in the Bligh Sound. This sound has no street connection, so that we not met tourists. We pass very quiet a wonderful scenery. Suddenly a goup of very bis dolhins jumps around the boat . They are really big. 2 – 3 times bigger than the dolphins we saw before. Bryan tell that he saw 25 years ago dolphins at the same place.

After arriving at the end of the sound, Lyall takes his riffle and goes ashore. 2 hours later he tells us from a male and a female reddear. The men get very excited.

While Allan was ashore, Allan caught some fish.

I finished some drawing and be very content with the result.